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Finanzen und Steuern

Eine solide Finanzpolitik und ein effizientes Steuersystem sind für den Erfolg der Schweizer Wirtschaft unerlässlich. Deshalb setzt sich hotelleriesuisse mit Nachdruck für eine wachstumsfreundliche Ausgestaltung der finanz- und steuerpolitischen Instrumente ein.

Finanzpolitisch steht die Schweiz heute besser da als noch vor wenigen Jahren. Die Verschuldungsquote konnte in den letzten Jahren laufend reduziert werden. Auch die meisten Kantone sind in den vergangenen Jahren zur Ausgabendisziplin zurückgekehrt. Auf Bundesebene ist diese Entwicklung der Einführung der Schuldenbremse im Jahr 2003 und verschiedenen Entlastungsprogrammen zu verdanken. Der Trend, wonach die Sozialausgaben die übrigen Aufgabenbereiche im Budget immer mehr verdrängen, ist jedoch ungebrochen. Diese Entwicklung verunmöglicht eine sinnvolle Priorisierung der Staatsaufgaben.

Die Reformdynamik im Steuerbereich ist international seit Jahren hoch. Vor allem kleinere Volkswirtschaften nutzen regulative Freiräume, um ihre Steuersysteme im Hinblick auf den Standortwettbewerb attraktiver zu gestalten. In der Schweiz sind vergleichbare Reformen nur langsam und zaghaft erfolgt. Um mit den Besten mithalten zu können, sind ein wettbewerbsfähiges Steuersystem und eine nachhaltige und effiziente Finanzpolitik unerlässlich.

Auswirkungen auf die Hotellerie

Die Komplexität im Steuer- und Abgabewesen bedeutet für die Hotelbranche eine starke Belastung. Die Hoteliers setzen viel Zeit für die staatliche Administration zulasten ihres Kerngeschäftes ein. Dies gilt insbesondere bezüglich der Mehrwertsteuerabrechnung. Hier beeinträchtigen komplizierte Regelungen die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Hotelbetriebe in besonderem Ausmass. Auch die Unternehmenssteuer weist Schwächen auf. Gerade die Gewinnsteuersätze in der Mehrwertsteuer sind entschieden zu hoch.

Direkt betroffen ist die Hotellerie durch den für Beherbergungsleistungen geltenden Sondersatz.

Unsere Anliegen

hotelleriesuisse misst gesunden Staatsfinanzen eine hohe Bedeutung zu. Der Verband fordert eine langfristige Finanzpolitik und einen kontinuierlichen Schuldenabbau. Im Prinzip hat die «Politik der knappen Kasse» zu gelten. Die Anwendung der Schuldenbremse ist auch auf die staatlichen Sozialversicherungen auszudehnen. Das Steuersystem ist so auszugestalten, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Hotellerie weiter gestärkt wird.

hotelleriesuisse setzt sich bei der Mehrwertsteuer für den Einheitssatz ein. Dieser gilt als steuersystematisch richtig und führt zu dauerhaften positiven Wachstumseffekten. Sollte der Einheitssatz keine politische Mehrheit finden, ist ein Zweisatzmodell im Sinne einer Übergangslösung unter Aufhebung der existierenden Ausnahmen anzustreben. Im Bereich der Unternehmenssteuern wird die substanzielle Absenkung der Gewinnsteuersätze gefordert.

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