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Bildung

hotelleriesuisse setzt sich für eine weitsichtige Bildungspolitik ein, welche die Rekrutierung und Ausbildung von geeigneten Mitarbeitenden beinhaltet. Der Verband unterstützt die duale Berufsbildung, welche auch in unserer Branche vorbildlich den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt gestaltet.

Bildung ist ein entscheidender Investitionsfaktor in der schweizerischen Volkswirtschaft. In der Schweiz hat das hohe Bildungsniveau allgemeinen Wohlstand hervorgebracht. Es ist deshalb unerlässlich, kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung junger Berufsleute und der Mitarbeitenden zu investieren. Dies gilt bereits für die Grundbildung. Nur so kann die Wirtschaft mit hervorragenden Fach- und Führungskräften versorgt werden. Die Bildung steigert ausserdem die Chancen zum individuellen Wohlergehen.

Auswirkungen auf die Hotellerie

Die Hotellerie bietet flächendeckend für mehr als 74 000 Personen ein breites Arbeitsfeld in verschiedenen Berufen auf allen Qualifikationsstufen an. Die internationale Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Tourismus- und Hotelunternehmen steht und fällt mit der Fähigkeit, qualitativ hochstehende Dienstleistungen anzubieten und diese mit der Kompetenz und dem persönlichen Engagement der Mitarbeitenden zu verbinden. Ein wichtiges Thema ist die Branchenbindung. Es ist zu beobachten, dass die berufsbezogenen und akademisch orientierten Bildungswege vermehrt gegeneinander ausgespielt werden.

hotelleriesuisse engagiert sich als Verband intensiv in der Aus- und Weiterbildung der Hotelbranche und dementsprechend in der Berufsbildung. Das branchenrelevante Bildungsangebot reicht von Berufslehren mit eidgenössischem Berufsattest oder Fähigkeitszeugnis bis zu berufsakademischen Lehrgängen auf Fachhochschulstufe. Der Verband führt diverse Schulhotels und Weiterbildungsangebote. hotelleriesuisse betreibt in Kooperation mit Berufsbildungspartnern Hotel-Tourismus-Handelsschulen und ist Stifterin der Hotelfachschulen Lausanne (1893) und Thun (1986). Die Berufs- und höheren Fachprüfungen der Branche werden von Hotel&Gastro formation angeboten, dem von den Sozialpartnerorganisationen getragenen Dachverband für Berufsbildung.

Unsere Anliegen

hotelleriesuisse unterstützt ausdrücklich die duale Berufsbildung, welche auch in unserer Branche vorbildlich den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt gestaltet. Die schleichende Akademisierung der Berufsbildung wird abgelehnt. Die berufliche Weiterbildung ist weiterhin privatwirtschaftlich zu regeln, wobei die Sozialpartnerschaft eine wichtige Rolle übernimmt. Wir setzen uns für die Berufsmaturität in der Hotelbranche ein. Die Durchlässigkeit der verschiedenen Bildungsangebote auf allen Stufen ist zu gewährleisten. Die bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse im In- und Ausland ist anzustreben. Die praxisnahe Forschung und Entwicklung ist zu intensivieren und die Forschungsresultate sind branchenorientiert umzusetzen.

Vernehmlassungen

  • Charta Qualitätsentwicklung

    hotelleriesuisse begrüsst die Charta Qualitätsentwicklung. In Bezug auf die vorliegende Vernehmlassung stellen sich für unseren Verband folgende Unklarheiten: Der Stellenwert und der Anwendungsbereich der Charta «Qualität leben»  sind noch nicht klar definiert. Zudem ist es nicht ersichtlich, inwiefern die Charta für alle Verbundpartner verbindlich ist. Dann müsste der Anwendungsbereich und die Umsetzung der Charta besser umschrieben werden. Schliesslich ist es unklar, wie das Instrument «Praxispool» und die Charta verknüpft werden.

    (Stellungnahme vom 30. September 2011)

  • Übergangsbildungsplan

    Übergangsbildungsplan für privatrechtliche Handelsschulen der schulisch organisierten Grundbildung (SOG)

    Der Verein Kaufmännische Grundbildung HGT hat die Stellungnahme für hotelleriesuisse verfasst. Die Vorlage wurde grundsätzlich begrüsst. Der Übergangsbildungsplan regelt die Bedürfnisse der privatrechtlichen Handelsschulen. Interessierte Branchen erhalten exakte Vorgaben für die Vorbereitung des Vollzeitpraktikums und die betrieblichen Leistungsziele sowie die Umsetzung der Inhalte der überbetrieblichen Kurse. Die Flexibilität im betrieblichen Teil der Ausbildung nimmt zu. Die Branchen sind autonomer in Bezug auf die Anpassung von Teilfähigkeiten. Es gelten schweizweit dieselben Leistungsziele für den schulischen Teil der Ausbildung.

    (Stellungnahme vom 14. September 2011)

  • Normvorlage Bildungsverordnungen

    Normvorlage für die Verordnungen des BBT über die berufliche Grundbildung

    Die Normvorlage für die Verordnungen des BBT über die berufliche Grundbildung (Bildungsverordnungen) soll als Richtschnur bei der Erarbeitung oder Revision von Berufen dienen. Dabei sollen rechtsetzende Bestimmungen aus dem Bildungsplan in die Verordnung transferiert werden. hotelleriesuisse lehnt die Normvorlage ab, da die Saisonbetriebe nicht darin verankert sind.

    (Stellungnahme vom 10. September 2011)

  • Systemgastronomie

    Berufliche Grundbildung Fachfrau/Fachmann Systemgastronomie

    hotelleriesuisse hat an der internen Vernehmlassung zur neuen beruflichen Grundbildung Systemgastronomie EFZ zwischen dem 31. Mai und 7. Juli 2011 teilgenommen. In der Stellungnahme weist der Verband auf das hohe Anspruchsniveau dieser beruflichen Grundbildung hin. hotelleriesuisse macht überdies auf die Ausgestaltung des Qualifikationsverfahrens aufmerksam. Dieses gibt den Berufsbildnern eine grosse Verantwortung in der Evaluation der praktischen Berufskenntnisse. Schliesslich ist der Verband der Ansicht, dass besser eine zweite Landessprache denn Englisch als Handlungskompetenzbereich definiert werden sollte.

    (Stellungnahme vom 7. Juli 2011)

  • Kauffrau EFZ/Kauffmann EFZ

    hotelleriesuisse unterstützt bei der Vernehmlassung Kauffrau EFZ/Kauffmann EFZ die Haltung des Vereins kaufmännische Grundbildung Hotel-Gastro-Tourismus (HGT).

    (Stellungnahme vom 5. April 2011)