Ihre Browserversion ist veraltet und wird nicht länger unterstützt. Bitte verwenden Sie einen modernen Browser.

Aussenwirtschaft

Eine offene Aussenwirtschaftspolitik ist der beste Weg, die preisliche Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Ausland zu stärken. Dazu gehört auch die Marktöffnung im Agrar- und Lebensmittelbereich. Das Schengener Abkommen erleichtert den ausländischen Gästen den Weg in die Schweiz.

Die aussenwirtschaftspolitische Öffnung wirkt sich positiv auf das schweizerische Kostenumfeld aus. Bekanntlich verdient die Schweiz jeden zweiten Franken im Aussenhandel. Die Europäische Union ist und bleibt der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz. Der bilaterale Weg mit der EU hat sich als solides Format in der gemeinsamen Zusammenarbeit erwiesen. Dieses gilt es im gegenseitigen Interesse weiterzuentwickeln.

Auswirkungen auf die Hotellerie

Rund 60 Prozent der Einnahmen aus dem Tourismus werden von ausländischen Gästen generiert. Der Schweizer Tourismus ist damit eine wichtige Devisenquelle. So geben ausländische Touristen rund 3500 Millionen Franken mehr in der Schweiz aus, als dies Schweizer Touristen im Ausland tun. Zunehmend wichtiger für die Hotellerie werden die asiatischen Wachstumsmärkte. Hier werden auch in Zukunft zweistellige Wachstumsraten erwartet. Die Zugehörigkeit der Schweiz zum Schengenraum erleichtert für Reisende aus diesen Ländern den Zugang erheblich.

Die Tourismuswirtschaft ist nach der Metall- und Maschinenindustrie sowie der chemischen Industrie die drittwichtigste Exportbranche des Landes. Als einzige standortgebundene Exportindustrie steht die Hotelbranche vor der Herausforderung, lokal zu Schweizer Kosten zu produzieren und gleichzeitig international konkurrenzfähig zu sein. Werden die beiden wichtigsten Kostenblöcke Vorleistungs- und Arbeitskosten zusammengefasst, zeigt sich für die umliegenden Länder im Durchschnitt ein Kostenvorteil von einem Fünftel. Am deutlichsten sind die Nachteile gegenüber Österreich, wo der Tourismus mit rund 45 Prozent tieferen Arbeitskosten und etwa 15 Prozent tieferen Vorleistungskosten wirtschaften kann. Damit kommt der Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Branche ein hoher Stellenwert zu.

Unsere Anliegen

hotelleriesuisse setzt sich mit Nachdruck für umfassende und weit reichende Schritte zur aussenwirtschaftspolitischen Öffnung ein, insbesondere in Europa. Die effektivste Massnahme zur Senkung der Nahrungsmittelpreise liegt im Abbau von tarifären und nicht tarifären Handelshemmnissen. Ein Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich mit der EU steht dabei an erster Stelle. Zuverlässige Schätzungen haben ergeben, dass alleine bei den Warenkosten im Restaurationsbereich der Hotellerie rund 500 Millionen Franken eingespart werden könnten, wenn die Schweiz das Preisniveau der EU hätte.

Weitere Unterlagen

Vernehmlassungen

  • Agrarpolitik 2014-2017

    hotelleriesuisse unterstützt ausdrücklich eine produzierende, wettbewerbsfähige und effiziente Landwirtschaft in der Schweiz und in diesem Sinne eine Weiterführung der Agrarreformpolitik. Hotelleriesuisse begrüsst den in der Agrarpolitik 2014-2017 vorgeschlagenen Systemwechsel. Es ist richtig, dass sich die Direktzahlungen an den verfassungsmässigen Zielen ausrichten und Leistungen der Landwirtschaft entschädigen. Die vorgesehenen Versorgungsbeiträge sind allerdings zu hoch, die Anpassungsbeiträge und Entschädigungen für die Berglandwirtschaft zu tief angesetzt. In Bezug auf die Bemerkungen zu den einzelnen Kapiteln verweisen wir gerne auf die Stellungnahme von economiesuisse.

    (Stellungnahme vom 28. Juni 2011)